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Let's act. Helfen kann so einfach sein. Und: Helfen macht glücklich!

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Als Slow Fashion Aktivistin rufe ich Verbraucher*innen, Einkäufer*innen, Verkäufer*innen, Hersteller*innen immer wieder dazu auf, sich für Ressourcenschonung und Klimaschutz zu engagieren. Mit bewussterem Konsum und normalem Menschenverstand. Jede*r Einzelne ist gefragt. Wir versuchen Lösungsansätze zu bieten und regen dazu an, uns selbst zu hinterfragen: Wie kann ich in meinem Umfeld – privat oder beruflich – etwas verändern?

Let’s act. Jeder von uns auf seine Art. Jede*r von uns kann etwas bewirken. Und jeder einzelne Schritt zählt.

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Letsact – die Volunteering App aus München

Gemeinsam können wir mehr bewirken. Deshalb haben Ludwig Petersen und Paul Bäumler (damals 18 und 19 Jahre alt) 2018 ihre Social Impact App letsact gestartet. Inzwischen bieten die engagierten Entwickler und das zehnköpfige Team neben Volunteering-Projekten auch weltweite Spendenprojekte und vor allem auch Klima- und Umweltprojekte an.

Jeder dritte Deutsche würde gerne ehrenamtlich etwas Gutes tun, sagt Ludwig Petersen, aber oft weiß man nicht, wie oder wo man anfangen soll.

Die Plattform, die auch als „Tinder fürs Ehrenamt“ bekannt ist, gibt jedem von uns schnell und einfach die Möglichkeit, Gutes zu tun. Sie bringt Helfer*innen sowie Hilfesuchende in ganz Deutschland zusammen. Man kann selbst entscheiden, wie oft, wie lange und wofür man sich engagieren möchte und ob man den sozialen Impact zeitlich oder finanziell leisten möchte. Mittlerweile engagieren sich Privatpersonen, Unternehmen und gemeinnützige Vereine wie Unicef, das Rote Kreuz etc. auf der Plattform der Münchner.

Wir haben Monate lang geplant, designed und entwickelt bis wir unsere App schließlich im App Store gelauncht haben. Seitdem finden hier jeden Tag Menschen, die sich sozial engagieren möchten unsere App und können so unkompliziert helfen.

Seit 2021 ist letsact gemeinnützig und betreibt die App als e.V. Den Vorstand haben Lena Glemser und Marie Maus, die die Entwicklung der App lange aktiv begleiten, übernommen. 2022 wurde letsact anlässlich des Earth Day von Apple zur „App des Tages“ ausgewählt.

Ich habe mir die (kostenlose!) App nicht nur direkt im App Store heruntergeladen >>> , ich habe mich auch mit CEO Ludwig über die Social Impact App unterhalten:

letsact

Letsact Gründer Paul Bäumler und Ludwig Petersen

Interview mit Letsact-Gründer Ludwig Petersen

Ihr habt mit 18 und 19 Jahren eine Social Impact App entwickelt, die es uns möglich macht, einfach zu helfen. Wie kam es dazu?
Ludwig: Wir haben damals gemerkt, dass es für alles Plattformen gibt. Ich kann mit einem Klick ein Airbnb buchen. Eine Wohnung von einem Fremden. Aber wenn ich etwas Gutes tun will, dann ist das unglaublich schwer. Es gab kein perfekt funktionierendes Nutzererlebnis im Volunteering-Bereich. Man kann sich vielfältig engagieren, Geld spenden, helfen, Petitionen starten. Aber alles dezentral auf unterschiedlichen Plattformen und Websites. Es gibt über 600.000 Non-Profit-Organisationen in Deutschland. Über die Hälfte davon sucht nach Freiwilligen. Auf der anderen Seite stehen Millionen von Freiwilligen zur Verfügung (33 Prozent der Deutschen über 14 wollen sich gerne sozial engagieren), und brauchen einen Match, wissen aber nicht wie und wo.

Um diesen Missmatch zu lösen und den Leuten eine Plattform zu bieten, die beide Seiten zusammenbringt, haben wir letsact gegründet.

Ihr habt ja Eure eigenen Erfahrungen mit dem Ehrenamt gemacht. Wofür habt Ihr Euch engagiert?
Ludwig: Für die Klassiker. Wir haben für die Tafel gearbeitet, ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe gegeben. 2016 habe ich anlässlich der Flüchtlingskrise an meiner Schule ein Sportprogramm implementiert, dass Geflüchtete unkompliziert integriert. Wir hatten keinen Kontakt untereinander. Fußball, Volleyball & Co. haben uns quasi spielerisch zusammengebracht. Beim Sport gibt es keine Sprachbarrieren.

Auf welche Erfahrung als Unternehmer hättest Du gerne verzichtet?
Ludwig: Einige! Man geht als Gründer mit einer gewissen Naivität an das Thema heran, und denkt, dass alles irgendwie funktionieren wird. Diese Naivität braucht man auch – sonst würde man das alles gar nicht machen. Auch wenn es von außen immer so aussieht, als würde alles laufen, begegnen einem jede Menge Stolpersteine auf dem Weg: wie finde ich eine Finanzierung, Sachen, die überhaupt nicht funktionieren. Unsere App war beispielsweise mehrere Tage down, weil die Serverlast zu hoch war, oder weil der Server von außerhalb mit Anfragen zugemüllt wurde, weil es jemandem Spaß gemacht hat, uns lahmzulegen. Viele Dinge haben für Bauchschmerzen gesorgt. Rückblickend haben wir die alle gelöst bekommen. Und dann zählen die großen Dinge.

Und was waren Eure Milestones in den letzten Jahren?
Ludwig: Die großen Milestones waren unsere Gründung und der Launch der Beta-Version von letsact im August 2018 in München. Anfang 2019 haben wir sie im App Store gelauncht. Endlich konnten die Leute die App direkt downloaden ohne 20 Umwege gehen zu müssen. Dann folgte die Expansion in weitere Städte. Im Juli 2019 waren wir in ganz Deutschland verfügbar. Im nächsten Schritt haben wir die App gemeinnützig gemacht.

Während der Pandemie konntet Ihr sehr gut mit der Vermittlung von Hilfsangeboten unterstützen. Wie sieht das aktuell mit dem Krieg in der Ukraine aus?
Ludwig: Tatsächlich können wir hier viele Projekte unterstützen. Wir sind hier auch persönlich stark betroffen, weil wir Entwickler aus der Ukraine haben. Die hätten wir sehr gerne hierher zu uns geholt, aber Männer über 18 Jahren dürfen nicht ausreisen. Deshalb haben wir einen Reisebus gemietet und Hilfsgüter an die ukrainische Grenze liefert. Auf dem Rückweg haben wir die Familenangehörigen unserer Entwickler mit nach München genommen und untergebracht. Gestern war unser Server down. Die Person, die die entsprechenden Skills hat, um das Problem zu lösen ist Dimitri. Der musste sich aber wegen eines Bombenangriffs in Sicherheit bringen und war natürlich nicht erreichbar. Der Konflikt betrifft uns stark. Wir helfen wo wir können.

DIE FAZ hat Euch als ‚Tinder fürs Ehrenamt‘ bezeichnet. Was macht Ihr anders als andere? Wie funktioniert letsact und wie kommt es zu einem Match?
Ludwig: Unsere App funktioniert nicht wie bei Tinder mit rechts und links swipen. Sie sieht eher aus wie Airbnb. Uns geht es darum, Prozesse abzukürzen. Ohne Google-Suche, Kontakte über Freunde, lange Anschreiben. Spätestens an dieser Stelle geben viele Menschen, die eigentlich helfen möchten, auf. Bei uns kann man nach Orten, Projekten etc. filtern. Bei Interesse erfahre ich mit einem Klick was der jeweilige Impact ist, erfahre etwas über meine Rolle als Freiwilliger, es gibt ein konkretes Datum. Meine Fragen kann ich im Chat platzieren. Mit einem Klick kann man dabei sein. So einfach kann helfen sein.

Und wie sieht Eure Zielgruppe aus?
Ludwig: Tatsächlich haben wir gedacht, dass wir mit letsact eher Studenten anziehen. Das Durchschnittsalter unserer Plattform ist immer höher geworden. Mittlerweile sind wir bei Anfang 30. Möglich ist die Teilnahme übrigens ab 16 Jahren.

Uns geht es darum, dass Menschen ihre Zeit nicht in die Suche, sondern in das Engagement investieren.

Dein persönliches Highlight?
Ludwig: Am meisten freue ich mich, wenn Nutzer mir ihre Erfahrungen mitteilen. Leute, die erzählen, wie sie ihr Ehrenamt durch unsere Plattform gefunden haben und sich dafür bedanken wollen. Es gibt auch eine Liebesgeschichte von einem Paar, das sich dank letsact beim Ehrenamt kennengelernt hat. Oder ein ursprünglich Geflüchteter, der durch die Plattform ein Ehrenamt gefunden hat, um jetzt anderen Geflüchteten zu helfen. Solche Stories zeigen uns, welchen Impact wir direkt machen. Abseits von Zahlen.

Engagiert Ihr Euch selber via letsact oder fehlt Euch inzwischen die Zeit?
Ludwig: Ich mache immer noch verschiedene Sachen mit. Aktuell organisiere ich Global Shapers, das Netzwerk, das vom Weltwirtschaftsforum gegründet wurde. Wir bieten über „Computerklasse“ eine Art Nachhilfe oder Tutoring für Computerbasics an, weil viele Geflüchteten zwar ihr Handy benutzen können, aber Probleme mit dem Laptop haben. Bei der Jobsuche, für Ausbildungen und Bewerbungen ist das super wichtig.

Ihr arbeitet viel remote. Habt Ihr einen Ort, an dem Ihr außerhalb des Netzes zusammenkommt?
Ludwig: Wir haben einen Co-Working-Space in München und ein kleines Büro in Berlin, wo wir immer wieder zusammenkommen. Unser remotes Arbeiten haben wir schon vor Corona perfektioniert, dass es so gut funktioniert, dass unser Team sehr gerne von Zuhause arbeitet. Und wir unternehmen jedes Jahr einen Team-Trip, wo wir alle gemeinsam Workshops machen, Goals besprechen.

Und wie sehen die Goals aus?
Ludwig: Aktuell ist letsact nur in Deutschland erhältlich. Unser Ziel ist es über diese Grenzen hinauszuwachsen. Unsere langfristige Vision ist, dass man sich auch im Urlaub engagieren kann. Egal wo man ist. Wir hatten anfangs darüber nachgedacht, Volunteering abroad anzubieten. Das macht man meistens aber nur einmal im Leben. Unsere Idee ist deshalb, überall auf der Welt lokales Volunteering anzubieten. Unsere Idee ist zu vernetzen und aus Volunteering eine „everyday activity“ zu machen.

Bock auf letsact? Hier die App downloaden >>>

Klima – Lebe klimaneutral

Klima ist eine App gegen den Klimawandel. Mit ihr lässt sich seit 2020 der eigene CO2-Fußabdruck nicht nur unkompliziert berechnen, sondern auch ausgleichen und – Achtung: wichtig! – reduzieren. In nur zwei Minuten liefert Klima einen Überblick über meine persönlichen Emissionen. Ausgleichen kann man sie mit Hilfe wissenschaftlich geprüfter Klimaschutzprojekte. Plus: Einfach anwendbares Klimawissen, personalisierten Tipps und persönliche Meilensteine helfen dabei, den eigenen Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren.

letsact

Mit der App Klima widmet sich die Berliner Entwicklerschmiede der größten Herausforderung die es heute zu lösen gilt. Dem Kampf gegen die Klimaerwärmung.

Klima ist nicht die erste nachhaltige App des Berliner Social Start-ups. Die Klima-Gründer Markus Gilles, Jonas Branau und Andreas Pursian-Ehrlich, die früher für verschiedene NGOs tätig waren, haben mehrfach ausgezeichnete Apps mit gesellschaftlichem Mehrwert mit Themen wie kooperativen Meinungsaustausch, die Förderung von Qualitätsjournalismus oder Gewaltprävention entwickelt. Und wurden u.a. drei Mal mit dem „App of the Year Award“ von Apple ausgezeichnet.

Jetzt kostenlos die Klima App downloaden und den eigenen CO2 Fußabdruck reduzieren >>>

 

Too Good to Go: Lecker essen – Umwelt schonen

Die Mission der Lebensmittelretter-App? Uns zu inspirieren und uns gegen Lebensmittelverschwendung einzusetzen. Das 2016 in Kopenhagen gegründete Unternehmen verbindet Nutzer*innen mit Betrieben, die überschüssige Lebensmittel haben, damit das Essen dort landet, wo es hingehört: auf dem Teller.

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Inzwischen ist Too Good To Go in 17 Ländern vertreten und rettet jeden Tag mehr als 100.000 Mahlzeiten. 

Das Geheimnis des Erfolges? Die User*innen erhalten köstliches Essen zu einem fabelhaften Preis, die Unternehmen haben einen Marketingeffekt, da sie auf diesem Weg neue Kund*innen erreichen. Sie können ihre Überschüsse zu Einnahmen machen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Die Too Good To Go App ist mittlerweile der weltweit größte B2C-Marktplatz für überschüssige Lebensmittel. Allein in Deutschland retten mehr als 7,1 Millionen Menschen Essen bei knapp 13.500  Cafés, Restaurants, Supermärkte, Bäckereien und Hotels.

Jetzt die kostenlose App downloaden, lecker essen und damit die Umwelt schonen >>>

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