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Dass Portemonnaie nicht gleich Portemonnaie ist und wieviel Kreativität und Einsatz in einem einzigen Produkt stecken kann, haben wir bei DUKTA gelernt.

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***Advertorial***

Warum man von DUKTA so begeistert sein muss? Weil die Brand-Geschichte so konsequent durchdacht und unglaublich authentisch ist. Weil die Produkte so herrlich minimalistisch und funktional sind. Weil keine Naht zuviel genäht wird. Weil Plastik kein Thema ist. Weil das Leder von Rindern aus Süddeutschland stammt und es in einer Gerberei in Baden-Württemberg pflanzlich gegerbt wird. Und weil es so schön ist, dass Pascal mit seinem Konzept eine smarte Brücke zwischen Tradition und Zeitgeist geschaffen hat.

So lange gibt es DUKTA noch gar nicht. Aber wir haben es geschafft, einen kompletten Nachmittag über die Entstehungsgeschichte, Leder und die Produktentwicklung zu sprechen. Und haben immer wieder die Portemonnaies, Cardholder und Taschen angefasst, weil sie einfach so raffiniert-faszinierend umgesetzt wurden und so herrliche Handschmeichler sind.

DUKTA ist die Reduktion der Reduktion. Und das ist das Konzept der Produkte. Ich verzichte auf alles, was keinen Sinn macht, was nicht nötig ist. Alles an meinen Stücken hat eine Funktion

Dass ein Gespräch mit einem passionierten Perfektionisten, der genauso lange an seinen Produkten herumbastelt und tüftelt, bis sie nicht weiter reduziert und optimiert werden können, nicht kurz sein kann, ist klar. Begeisternd ist es allerdings trotzdem bis zum letzten Satz.

DUKTA

Pascal entführt mich in die DUKTA World vom Cardholder bis hin zum Bestseller, dem Portemonnaie Nr. 3.

my-GREENstyle: Zurück und Anfang – wie kamst Du auf die DUKTA-Idee?.
Pascal Graf: Das war genauso wie bei Euch ein Zufall. Nach meinem Architekturstudium haben mein Bruder und ich einen Jutebeutel gepackt und sind jeder mit einer Kamera bewaffnet auf Reisen gegangen. Der erste Stop war in Spanien. Dann ging es weiter nach Marokko. In Fes haben wir alte Hinterhofgerbereien besucht. Die Gerber stehen dort in einem Steinbottich und gerben das Leder mit den Füßen. Sie sind Gerber aus Passion und leben und lieben was sie tun. Jeder hat seine Tricks und Techniken und sie stecken so viel Herzblut in ihre Arbeit. Das hat uns sehr beeindruckt.

my-GREENstyle: Und diese Begeisterung wolltet Ihr teilen…
Pascal Graf: Vor Ort haben wir eine Doku-Reihe gedreht und den Tag eines Gerbers nachgezeichnet. Mit Film-Snippits aus der Ego-Perspektive – man sieht immer die Hände des Gerbers und kann sich deshalb sehr gut in die Situation einfühlen. Start: halb Vier Uhr morgens. Der Tag beginnt auf dem Hauptmarkt. Die LKWs, die dort ankommen, sind doppelt so hoch mit Häuten beladen, wie ihre eigentliche Höhe. Und dann wird gefeilscht. Zurück in der Stadt wird die Rohware beschnitten, das Fell entfernt… Unsere Begeisterung für Leder war entstanden. Zurück in der Heimat haben wir unseren Film auf der MCBW (Munich Creative Business Week) gezeigt und dazu passend haben wir damals die ersten Lederprodukte unter dem Namen DUKTA entwickelt. Die Teile sahen noch ganz anders aus als heute. Und wurden auch aus einem anderen Leder hergestellt. Aber es war der Beginn unseres Labels.

Produkte müssen durchdacht gestaltet werden. Langlebigkeit und Qualität müssen Teil des Designprozesses sein.

Das versuche ich hier im Kleinen so richtig wie möglich zu machen. Als mein Bruder sich 2018 wieder auf seine Fotokarriere konzentriert hat, habe ich entschieden das Label selbständig weiterzuführen.

DUKTA

Das Ergebnis jahrelanger Arbeit mit seinen Produkten: die (ausgezeichnete!) One-Piece-Origami-Faltung, bei der auf fast alle Nähte verzichtet werden kann.

my-GREENstyle: Verrätst Du uns, was sich hinter der One-Piece-Origami-Faltung verbirgt?
Pascal Graf: Diese Technik habe ich entwickelt und nutze sie bei allen meinen Produkten vom Cardholder bis zu den ganz großen Taschen. Weil das Produkt aus der ganzen Lederhaut geschnitten wird, kann ich mir fast alle Nähte sparen. Jede Faltung ersetzt eine Naht. Das hat einen maximal positiven Effekt auf meine Teile: Eine Naht, die nicht da ist, kann sich nicht auflösen. Was übrig bleibt sind ein bis zwei Nähte, die an Stellen angesetzt sind, die keine Zugbelastung haben. Plastikfrei aus Leinenzwirn und handgenäht.

Eine Naht, die nicht da ist, kann sich nicht auflösen.

Auch die Clutch (Anmerkung: die sich nebenbei erwähnt auch als Crossbody- oder Schultertasche tragen lässt) ist aus einem einzelnen Stück – inklusive der Innentasche – gefaltet. Spannend sind auch die Schließmechanismen. Hier habe ich zum Beispiel eine Federstahlspange eingearbeitet, die dafür sorgt, dass die Lederfalte dauerhaft belastbar in Form bleibt. Mit dem Patronenknopf lässt sie sich elegant schließen. Auf jeder Höhe. Je nachdem wieviel in der Tasche steckt.

Durch die Faltung ergibt sich eine ganz besondere, organische Form. Man sieht dem Produkt an, dass es sich so entwickelt hat. Hier passt alles zusammen.

DUKTA

Alle DUKTA Teile sind mit Seriennummern versehen und zertifiziert. Klar, sind ja auch handgefertigte Unikate.

my-GREENstyle: Wie kommt man denn auf die Idee, Leder-Produkte zu falten?
Pascal Graf: Anfangs haben meine Produkte aus zwei bis drei Elementen bestanden. Die One-Piece-Origami-Faltung war ein dreijähriger Entwicklungsprozess, der sich aus der Arbeit mit dem Material ergeben hat. Man braucht Geduld und muss dem Produkt seine Zeit geben, die es braucht. Dann kommt etwas Sinnvolles dabei raus. Zum Beispiel eine Faltung.

Jeder Schritt, der das Produkt eigentlich einfacher macht, bietet einen Mehrwert

Bis ich soweit war, habe ich eine ganze Kiste mit Prototypen aus Pappe, Filz, Leder angefertigt. Ich habe die Produkte immer weiter reduziert. Und jede Reduktion macht Sinn und bietet einen Mehrwert. Dadurch dass die Ecke nicht mehr fixiert ist, habe ich mehr Platz für Kleingeld. Durch die fehlende Naht entsteht ein Zusatzfach für Parktickets & Co.

Viele Menschen beschäftigen sich nicht grundlegend mit den Sachen. Da geht es nur darum, das möglichst schnell etwas produziert werden kann. Das ist meist nicht sinnvoll. Pascal Graf, DUKTA

Warum Pascal alles von Hand näht? Das hat etwas mit Qualität zu tun. Bei der Maschinennaht gibt es einen Ober- und einen Unterfaden. Der eine macht eine Schlaufe und der andere wandert da durch. Reißt er irgendwo, trennt sich die Naht von alleine auf. Näht er seine klassische Sattlernaht mit der Hand, benutzt er zwei Nadeln gleichzeitig. Weil er gegenläufig arbeitet wird das Leder beidseitig umfasst – die Naht geht nicht auf. Dazu verwendet er einen Leinenzwirn, weil das eine der langlebigsten natürlichen Fasern ist. Und weil bei DUKTA alles bis ins letzte Detail durchdacht und konsequent ist, wird er mit Bienenwachs aus der Bodenseeregion bemantelt und so noch strapazierfähiger.

DUKTA

Willkommen in der DUKTA-Werkstatt. Hier entsteht, bis auf den Einsatz des CO2 Lasers, noch alles von Hand.

 


Kleines Leder-1×1 by DUKTA

Die Gerber in Fes, Marokko haben Pascal so sehr begeistert, dass er DUKTA gegründet hat. Um seinen Ansprüchen gerecht zu werden, hat er sich in Deutschland auf die Suche nach entsprechenden Qualitäten gemacht, ist tiefer in die Materie eingestiegen und hat recherchiert, was für Leder und welche Unterschiede es gibt. Wie ist es gegerbt. Bei unserem Gespräch haben wir so viel gelernt – das wir es hier unbedingt teilen möchten

Gerb-Verfahren

Nach der Reise wurde Pascal bewusst, dass es ganz große Unterschiede beim Leder gibt. Es gibt drei grobe Hauptrichtungen: synthetisch gegerbtes Leder, mineralisch gegerbtes Leder, das meistens Chrom3 gegerbt ist und pflanzlich gegerbtes Leder.

Pflanzliches Gerben

Pflanzliches Gerben ist eine ganz alte und sinnvolle Tradition. Gearbeitet wird mit Holzmehl, Holzrinden, Rhabarberwurzel, Olive. Leider ist sie aus Zeit- und Kostengründen der billigen Variante mit Chrom gewichen. Pflanzliches Gerben macht für jeden Beteiligten vom Gerber bis zum Konsumenten mehr Sinn.

Gerben mit Chrom

90 Prozent des Leders, das weiterverarbeitet wird, ist chromgegerbt. Der größte Teil wird wird von Arbeitern, unter ihnen teilweise auch Kinder, unter schlimmen Umständen z.B. in Indien und Bangladesch produziert. Dort wird oft ohne Schutzkleidung gearbeitet. Die Arbeiter haben nicht nur mit den Füßen Kontakt zur Chromlauge. Sie erleiden häufig  schwere gesundheitliche Schäden durch die Chrombelastung. Die Lebenserwartung der Arbeiter liegt durchschnittlich bei 50 Jahren. Das Abwasser wird ungeklärt in die Flüsse geleitet. Felder werden damit bewässert. Lederreste werden verbrannt und als Dünger in die Äcker eingearbeitet. Alles wird verwertet und richtet überall Schaden an. Landstriche, Menschen und Tiere werden vom Chrom verseucht.

Die Kreisläufe sind vielen Menschen einfach noch nicht bewusst. Das hört auch nicht in Indien auf. Das geht zu uns weiter.

Chrom3-Leder, in Form eines Lenkrades, einer Tasche, eines Sitzbezuges kann sich unter Sonneneinstrahlung in Chrom6 umwandeln und in den Körper eindringen. Die Probleme bleiben nicht dort wo man sie hinschiebt. Auch hier in Deutschland richten sie bei uns Schaden an.

Synthetisch gegerbtes Leder

Bei der synthetischen Gerbung wird mit Hilfe von Stoffen, die künstlich hergestellt werden, gegerbt. Synthetisch gegerbtes Leder ist anfälliger gegenüber Flüssigkeiten und Hitzeeinwirkungen und wird daher häufig im Zusammenspiel mit einem der anderen Gerbverfahren eingesetzt.

Konventionelle Lederfärbung

Die meisten Leder sind oberflächenbeschichtet. Eine Grundfärbung ist zwar vorhanden, aber als Finish wird eine PU-Lackierung aufgespritzt, die die Farbe ausmacht und für eine Prägung für die gewünschte Oberflächenstruktur sorgt.

Traditionelle Färbung

Das DUKTA-Leder wird in der Gerberei nach Pascals Vorstellungen gegerbt – in den drei Ausführungen Cognac, Braun und Schwarz. Das sind sehr ursprüngliche Töne, in der sich auch der Farbton der Gerbung widerspiegelt. Möglich wird das durch die Zugabe von Anilin, eine sehr alte Technik der Färbung. Dazu liegen die Häute in einer Grube, bis das Leder durchgefärbt ist. Das macht den großen Unterschied zur konventionellen Methode.

Spaltleder

Oft wird auch mit Spaltleder gearbeitet. Heißt: Das Leder wird in der Mitte auseinandergeschnitten. Es wird die innere, faserige Seite verwendet und oft mit Kunststoffen beschichtet. Die Hautstruktur wird mit einer Prägewalze geprägt. Sieht aus wie Leder ist aber nur zum Teil Leder.

Oberleder

Bei DUKTA wird ausschließlich Oberleder verwendet – das ist am kompaktesten, am faserstärksten, am robustesten.

Lederstärke

Für jedes Produkt habe ich eine spezielle Lederstärke, die genau für dieses Produkt Sinn macht.

Noch Fragen? Wendet Euch gerne direkt an den Experten unter info@dukta.de


 

Die DUKTA- Bestseller? Das sind der Cardholder 2.2. und das Portemonnaie Nr. 3, das auch das erste Produkt war – auch wenn es am Anfang noch nicht der heutigen Form entsprach. Beides sehr flexible Produkte. In das Portemonnaie passen 12 Karten und es funktioniert für alle Scheingrößen mit entsprechender Staffelung. Wen wundert’s, dass es inzwischen zwei Mal in die Selection des Green Product Award aufgenommen und mit dem Bayerischen Staatspreis für die One-Piece-Origami-Faltung ausgezeichnet wurde.

my-GREENstyle: Wie können wir uns die Entstehung eines DUKTA-Produktes vorstellen?
Pascal Graf: Die Produktentwicklung beginnt damit, dass ich einen Stapel Skizzenbücher mit Zeichnungen fülle. So entwickle ich eine Form, die in Serie gehen kann und trotzdem stimmig ist. Der nächste Schritt sind Papier- und Pappmuster. Es wird geklebt, gefaltet, probiert. Dann entstehen erste Ledermodelle, die von Hand geschnitten werden. Erst wenn die Form passt, geht es an den Laser. Die Sachen werden dann digital umgezeichnet und hochpräzise von meinem CO2 Laser geschnitten, damit ich meine Produkte 1:1 reproduzieren kann. Die so entstandenen Schnittmuster werden dann gefaltet, von Hand genäht und genietet.

DUKTA

Was ich heute gelernt habe? Viel über Leder, Begeisterung und kreative Visionen.

Yeah, that’s fun: let’s make a DUKTA Gürtel

Damit Ihr Euch vorstellen könnt, wie viele Arbeitsschritte nötig sind, um einen qualitativ ausgereiften Gürtel herzustellen, hat Pascal uns alles gezeigt – vom ersten bis zum letzten Schritt. Dabei herausgekommen ist ein echtes Schmuckstück für Florens (das ich mir aber definitiv gelegentlich ausleihen werde!).

Mit dem Metalllineal wird eine saubere Kante definiert, fixiert und dann geschnitten, damit sich die Haut legen kann. Erst dann wird sie mit dem Riemenschneider, der mit einer Rasierklinge und einem Abstandsmesser ausgestattet ist, in Form gebracht. Das geht auch elektrisch, aber Pascal setzt auf Handarbeit. So entsteht der Riemen, ein Lederband, das als Grundlage für alle weiteren Schritte dient. Produziert wird in den gängigen Längen – außer man äußert andere Wünsche.

Gut zu wissen: Der Hüftumfang berechnet sich vom Mittelloch bis zum Schließmechanismus.

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Mit einem Lederband wird die Länge vom Mittelloch bis zum Schließmechanismus gemessen.

Mit einem Lederband wird die Länge vom Mittelloch bis zum Schließmechanismus gemessen.

Erst dann wird sie mit dem Riemenschneider, der mit einer Rasierklinge und einem Abstandsmesser ausgestattet ist, in Form gebracht.

Erst dann wird sie mit dem Riemenschneider, der mit einer Rasierklinge und einem Abstandsmesser ausgestattet ist, in Form gebracht.

Das geht auch elektrisch, aber Pascal setzt auf Handarbeit.

Das geht auch elektrisch, aber Pascal setzt auf Handarbeit.

So entsteht der Riemen, ein Lederband, das als Grundlage für alle weiteren Schritte dient.

So entsteht der Riemen, ein Lederband, das als Grundlage für alle weiteren Schritte dient.

Produziert wird in den gängigen Längen – außer man äußert andere Wünsche.

Produziert wird in den gängigen Längen – außer man äußert andere Wünsche.

Dann werden die Löcher gestanzt

Dann werden die Löcher gestanzt

Die Rundung am Gürtelende wird mit dem Schlageisen definiert, in Form gebracht und anschließend gesäubert.

Die Rundung am Gürtelende wird mit dem Schlageisen definiert, in Form gebracht und anschließend gesäubert.

Ich habe es auch probiert, aber war ganz schön happy, als ich Stanzeisen und Hammer wieder an den Profi übergeben durfte.

Ich habe es auch probiert, aber war ganz schön happy, als ich Stanzeisen und Hammer wieder an den Profi übergeben durfte.

Wasserstrahl geschnittene Federstahlelemente, geben dem Gürtel Stabilität an der Stelle, an der der Dorn sitzt.

Wasserstrahl geschnittene Federstahlelemente, geben dem Gürtel Stabilität an der Stelle, an der der Dorn sitzt.

Somit ist gewährleistet, dass der Gürtel sich dauerhaft perfekt schließen lässt.

Somit ist gewährleistet, dass der Gürtel sich dauerhaft perfekt schließen lässt.

Dann wird der Gürtel im Schließbereich ausgedünnt

Dann wird der Gürtel im Schließbereich ausgedünnt

Der Lederriegel, der als Schließe verwendet wird, wird ebenfalls Lasergeschnitten.

Der Lederriegel, der als Schließe verwendet wird, wird ebenfalls Lasergeschnitten.

Fixiert wird er mit Schraubnieten.

Fixiert wird er mit Schraubnieten.

In Löchern, die erst vordefiniert und dann gelocht werden. Fertig.

In Löchern, die erst vordefiniert und dann gelocht werden. Fertig.

Die Rundung am Gürtelende wird mit dem Schlageisen definiert, in Form gebracht und anschließend gesäubert. Dann werden die Löcher gestanzt (ich habe es auch probiert, aber war ganz schön happy, als ich Stanzeisen und Hammer wieder an den Profi übergeben durfte).

Ich habe meine Werkzeuge zum Teil selbst entwickelt – genauso wie meine Techniken.

Noch so ein Trick: Wasserstrahl geschnittene Federstahlelemente, geben dem Gürtel Stabilität an der Stelle, an der der Dorn sitzt. Somit ist gewährleistet, dass der Gürtel sich dauerhaft perfekt schließen lässt. Dann wird der Gürtel im Schließbereich ausgedünnt. Die Gürtelschlaufe wird ebenfalls Lasergeschnitten. Fixiert wird sie mit Schraubnieten. In Löchern, die erst vordefiniert und dann gelocht werden. Fertig.

DUKTA

Mein Lieblingsstück? Schwer zu sagen, aber das Portemonnaie Nr. 2 in Cognac ist unglaublich toll.

Ein Sattler würde anders arbeiten. Aber das ist genau das Spannende. Sonst wäre Pascal nie auf die One-Piece-Origami-Faltung gestoßen. Wenn man von einer anderen Richtung kommt und sich mit Sachen beschäftigt, kommt man oft auf ganz andere Ideen. Er hat sich von einem Schuhmacher sehr viel zeigen lassen, was ihm eine entsprechende Basis gegeben hat – ansonsten ist das work in progress. Alles was Sinn macht.

my-GREENstyle: Der Architekt kommt auf jeden Fall durch.
Pascal Graf: Ich habe zwar nie als Architekt gearbeitet, aber ich sehe das als eine sehr ähnliche Aufgabe. Was mir an der Architektur nicht so sehr liegt – man hat sehr lange Wege, bis etwas daraus wird. Und man hat sehr viele Einschränkungen aus allen möglichen Richtungen. Das hat sich für mich ein bisschen unfrei angefühlt. Hier habe ich mir einen „Spielplatz“ entwickelt auf dem ich sehr frei arbeiten und relativ schnell zu einem Ziel kommen kann.

Ideen haben und umsetzen – ich finde diesen Prozess sehr interessant. Deshalb habe ich Architektur studiert.

my-GREENstyle: Das stemmst Du alles alleine?
Pascal Graf: Ich mache auch heute noch alle Arbeitsschritte selber. Bis auf zwei Damen, die ich angeleitet habe, und die mich inzwischen beim Nähen unterstützen. Ich habe sogar Anleitungsvideos produziert. Das funktioniert sehr gut. Aber nicht bei allen Produkten. Die nähe ich dann selber.

Gut zu wissen: Bei DUKTA werden auch Auftragsarbeiten angenommen. Manche Kunden haben Änderungswünsche an einem Produkt oder wollen ganz eigene Ideen einbringen. Das macht er sehr gerne – da man direktes Kundenfeedback bekommt und auf spannende Ideen stößt, die er weiterentwickeln und für sich nutzen kann.

Pascal optimiert laufend weiter. Genauso lange wie er etwas findet, was sich an seinem Produkten verbessern lässt. Im Falle der Portemonnaies und Cardholder ist er allerdings zufrieden. Hier gibt es keine Optimierungsmöglichkeit mehr. Sie sind durchoptimiert. Hier steckt ganz viel Entwicklungsarbeit, auch für alle anderen Produkte drin. Sein kleines feines Portfolio erweitert Pascal sukzessive. Vor circa drei Jahren kamen die Gürtel dazu, die Taschen vor zwei Jahren. Und gerade sind drei Produkte in der Finalphase, die demnächst fertig werden. Die sind eine logische Fortsetzung seiner bisherigen Arbeit. Das eine wird eine Bauchtasche sein. Da geht es noch um Details wie den Schließmechanismus – mit Reisverschlüssen arbeitet Pascal nicht, weil die kaputt gehen. Wie’s weitergeht? Stay tuned…

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