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Vom Klimabewusstsein zum Klimahandeln. Diese smarte App macht's möglich.

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Die Klimakrise lässt sich nicht mehr wegdiskutieren. Flutkatastrophen, Dürren, Stürme, Waldsterben – extremes Klima gehört heute schon zur Tagesordnung. Klimawissenschaftler sind sich einig: Das alles wird in Zukunft noch extremer. Um die Klimaziele 2030 zu erreichen, müssen wir handeln. Und zwar jetzt. Klimaneutralität ist schön, geht mir persönlich aber definitiv nicht weit genug. Denn es geht darum, dass wir unser Bewusstsein und schließlich und Handeln ändern. Statt CO2 zu produzieren, als gäbe es kein Morgen und irgendwo auf der Welt mit dem Kauf eines Baumes zu „kompensieren“, ist meiner Meinung nach die keine Lösung. Wir müssen CO2 erzeugende Aktivitäten so weit wie möglich einzuschränken um das Klima zu retten..

Nachhaltig zu leben ist nicht mehr öko. Nachhaltiges, bewusstes und verantwortungsvolles Leben ist zeitgemäß.

Laut Erhebung des Bundesumweltamts 2020 sind für 65 Prozent der Verbraucher*innen in Deutschland Umwelt- und Klimaschutz relevante Themen. Aber: Viele Menschen stehen im Alltag vor der Herausforderung, den Impact ihres Handelns und ihrer Konsumentscheidungen auf das Klima richtig zu verstehen. Dass man entsprechend gar nicht erst ins Handeln kommt, kann ich absolut nachvollziehen. Es fehlt viel zu oft an Handlungsempfehlungen.

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Vom Klimabewusstsein zum Klimahandeln. So geht’s.

Umso großartiger, dass ich einen Tipp für eine (gratis!) App bekommen habe, die auf den klassischen CO2-Rechner mit entsprechendem Ausgleichsangebot verzichtet und stattdessen sinnvoller Weise zu klimabewussten Entscheidungen im Alltag motiviert. Hier geht es darum, unser Everyday Handeln mit unseren planetaren Ressourcen in Einklang zu bringen und so zu nachhaltiger Veränderung beizutragen. Im ersten Schritt hilft die App dabei, den eigenen Einfluss zu berechnen und in seinen Bestandteilen zu verstehen. Anschließend hilft Emyze dabei, Alternativen zu entdecken und datenbasierte Entscheidungen zu treffen.

Say hi to Emyze-App // So geht bewusster(er) Konsum.

Die EmyzeApp in Echtzeit liefert einen Überblick über meinen CO2-Ausstoß. Basierend auf dem tatsächlich von mir erzeugten Konsumverhalten. Sichtbar wird das im sogenannten CO2-Wallet. Dahinter verbirgt sich ein persönliches CO2 Konto, in dem man alle Emissionen erfassen und mit auf die jeweilige Situation zugeschnittenen Alternativen vergleichen kann. Klar, dass das vorher mit individuellen oder automatisch generierten Daten gefüttert werden muss.

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Emyze CEO Benjamin Gaertig

Und wer steckt dahinter?

Mirjam: Benjamin, was bedeutet der Name Emyze? Klingt auf den ersten Blick etwas kryptisch.
Benjamin: Emyze ist ein Kunstwort aus “Emissionen” und “analyze”. Das ist die Grundidee unseres CO2-Rechners: Jeder soll die Möglichkeit haben, seine eigenen Daten transparent zur Hand zu haben, damit die Informationen schließlich zu klimafreundlicheren Entscheidungen führen. Ähnlich wie auch in anderen Bereichen, ist es leichter effektive Maßnahmen zu treffen, wenn Ziele messbar sind.

Mirjam: Was hat dich/euch dazu bewegt die Emyze-App zu entwickeln?
Benjamin: Die Klimakrise ist vermutlich die größte Herausforderung, der wir je gegenüberstanden. Im aktuellen Markt herrscht so viel Intransparenz und Unsicherheit, dass viele Menschen nicht wissen, wie sie das Thema im eigenen Leben angehen sollen. Emyze bietet jedem ein einfaches und transparentes Werkzeug, mit dem man das eigene Leben effektiv klimafreundlicher gestalten kann. Reduzieren statt kompensieren heißt hier die Devise.

Mirjam: Emyze zeigt Alternativen auf und bietet klimafreundliche, datenbasierte Alternativen an. Welche Daten liegen eurer App zugrunde?
Benjamin: In unserer App versuchen wir den CO2e-Wert hinter alltäglichen Produkten, Services und Aktivitäten abzubilden. Das kann eine ganz schöne Herausforderung sein, weil es im Bereich der Emissionsdaten viele Unsicherheiten, Annahmen und Hochrechnungen gibt. Viele unserer Daten basieren auf intensiver Recherche. In anderen Bereichen greifen wir auf bereits existierende Datenbanken zurück – wie z.B. die Eaternity-Datenbank für den Bereich Ernährung. Wo die jeweilige Information herkommt, ist transparent bei jeder Emission hinterlegt.

Mirjam: Ihr liefert nachhaltige Handlungsalternativen. Kannst du uns ein praktisches Beispiel nennen? Vielleicht sogar aus dem Bereich Mode?
Benjamin: In unserer App vergleichen wir ähnliche Optionen miteinander, um den Nutzer*innen ein Gefühl dafür zu geben, welche Alternativen emissionsintensiver oder -ärmer sind. So können Gewohnheiten mit der Zeit angepasst werden. Beim Konsumverhalten im Modebereich sollte man im ersten Schritt auf die Langlebigkeit der Produkte achten und die Stoffe so lange wie möglich im Kreislauf lassen. Um mit dem eigenen Kleiderschrank die Krise nicht weiter voranzutreiben, sollte man möglichst selten neue Teile kaufen, auf nachhaltige Rohstoffe achten und alte Kleidung nicht wegschmeißen.

Mirjam: Klimaeinsteiger oder Fortgeschrittene: Wer ist eure Zielgruppe?
Benjamin: Egal, wie weit man auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Leben schon ist, Emyze ist da, um es einfacher zu machen. Wir wollen jeden zum Experten seiner eigenen Emissionen machen, ganz unabhängig davon, wie viel Vorwissen jemand mitbringt. Deswegen sehen wir auch in der Klimabildung eine wichtige Aufgabe – zum Beispiel mit unseren Lexikon-Beiträgen, in denen wichtige Begriffe in Bezug auf Emissionen und Klima einfach erklärt sind und in Zusammenhang gesetzt werden.

Mirjam: Das schönste Kompliment, das ihr für eure App bekommen habt?
Benjamin: Jedes positive Feedback freut uns natürlich. Feedback ist uns generell wichtig – gerade dann, wenn Nutzer*innen mit uns teilen, was ihnen nicht so gut gefällt. Emyze ist ein Produkt, das sich voraussichtlich immer wieder an die Entwicklungen rund um unsere Emissionen anpassen wird. Es ist uns wichtig, dass die App kundenzentriert entwickelt wird, sodass wir einen wahren Nutzen stiften können. Es ist also das größte Kompliment, wenn uns das für jemanden gelingt.

Um bei den Entscheidungen klimabewusst zu handeln, braucht es ein ökologisches Mindset. Dieses baut man nur langfristig auf, indem man zunächst das Bewusstsein für die kleinen Dinge schärft und die Relation zwischen Groß und Klein versteht. Hierfür ist das Wallet sehr geeignet. Benjamin Gaertig // CEO Mother Nature

Im App-Magazin findet ihr viele Artikel rund um Nachhaltigkeit und Klima, die zu neuen, natürlich umweltfreundlichen, Gewohnheiten führen und macht das ziemlich abstrakte Thema Emissionen greifbarer machen.

Hier mehr erfahren, gratis downloaden und aktiv zum Klimaschutz beitragen >>>

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Gut zu wissen:

Zum Tag der Erde werden im App Store noch weitere Apps zum Thema bewusster Konsum, Verantwortung und Nachhaltigkeit ins Rampenlicht gerückt, weil Nachhaltigkeit auch für Apple ein wichtiges Thema ist, an dem kontinuierlich gearbeitet wird. Seit April 2020 ist das Unternehmen CO2-neutral, bis 2030 sollen es auch alle Produkte sein. Seit 2008 hat Apple den durchschnittlichen Energieverbrauch der Produkte um mehr als 70 Prozent reduziert; Insgesamt hat Apple seine Kohlenstoffemissionen seit dem Jahr 2015 um 40 Prozent gesenkt.

Weitere Apps >>>

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