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© Linda Nau

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Eigentlich stehen die Zeichen für Post-coronale Nachhaltigkeit sehr gut. Die Menschen besinnen sich gerade auf essentielle Werte wie Solidarität und Famile, die in den vergangenen Jahr(zehnt)en auf der Strecke geblieben sind. Immer mehr. Immer schneller. Immer billiger war das Lebensmotto. Privat genauso wie beruflich. Damit wachsen nicht nur die Berge auf den Mülldeponien. Damit haben auch die Burn-out-Raten zugenommen. Krise als Chance

Das Ergebnis von immer mehr? Überquellende Mülldeponien und wachsende Burn-out-Raten.

Mit Corona kam ein Break, mit dem die Menschheit nicht gerechnet hat. Plötzlich werden wir zur (unterbewusst lang ersehnten) Langsamkeit gezwungen. Ob wir wollen oder nicht. Und schon nach einer Woche bricht allerorts die Langeweile aus. Man beginnt zu Joggen, Sprachen zu lernen, zu meditieren. Es folgen Online-Treffen und -kochkurse, Challenges zu allem und nochwas auf den sozialen Medien… (sinnvolle) Entschleunigung muss man wohl erstmal lernen. Aber, und das ist ziemlich positiv, insgesamt ist der Mensch gerade demütig genug, um der Nachhaltigkeit eine Chance zu geben. Die Zeichen stehen gut.

Die Chancen für die Nachhaltigkeit stehen besser denn je.

Die Frage ist, was nach der Krise passiert. Welche der kleinen Fair Fashion Brands haben überlebt? Und was ist vom Konsumenten zu erwarten? Können wir uns auf ihn verlassen oder verfällt er sofort wieder in alte Verhaltens- und Konsummuster: Power-Shopping, weil man endlich wieder darf. Wochenend-Flugreisen – egal wohin – weil man endlich wieder darf. Ob die Nachhaltigkeit ihren Durchbruch erlebt, wird davon abhängen, wie wir die positive Einstellung zur Nachhaltigkeit durch die Krise retten. Und dazu müssen wir alle beitragen.

Wir müssen diesem Thema eine entsprechende Bühne bereiten.

Danke, Thimo Schwenzfeier für dieses Zitat, das ich mir hiermit ausborge. Wie diese Bühne in meinem Fall aussehen wird? Ich werde mich weiterhin für nachhaltige Mode engagieren. Auch wenn die 4th edition der GREENSTYLE ausgefallen ist und ich vor einem XL-Scherbenhaufen stehe. Wir sind damit beschäftigt die GREENSTYLE ins Netz zu verlegen. Wir supporten die Eco Brands wo wir können, indem wir ihnen Sichtbarkeit geben. Wir bekommen so großartiges Feedback, dass uns weiter antreibt. Anfragen – auch abseits der Website – von Menschen, die uns um unsere Meinung, Einschätzung, Unterstützung bitten. Und darauf sind wir mächtig stolz. Und wie mein Vater immer gesagt hat: „Geht nicht gibt’s nicht“.

Ob die Nachhaltigkeit in (oder vor allem nach) diesen „besonderen Zeiten“ eine Chance hat?

Dass die Zeit nach Corona anders sein wird, will ich gar nicht bezweifeln. Aber ich hoffe stark, dass sie zumindest in einigen Bereichen besser ist. Und ich werde alles daran setzen, dass irgendetwas besser wird.

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