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Samira von be aware, mirjam von greenstyle munich und alex von lifelivegreen

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All die großartigen Events, die auf die gravierenden Probleme unserer Zeit aufmerksam machen sollten, können nicht stattfinden. Deshalb nutzen wir unsere Stimme im Netz. Denn Corona ist nicht unser einziges Problem. Es gibt immer noch den Klimawandel, und der ist – so Klimaforscher Prof. Georg Kaser im GREENSTYLE Video-Interview um ein Vielfaches größer und problematischer, als Corona es jemals sein wird.

#payup

Samira Nilius

Corona ist ein großes Problem. Aber nicht unser einziges.

Es gibt nach wie vor moderne Sklaverei. Die Modeindustrie belegt Platz 2 beim Menschenhandel (das entsprechende Video gibt’s hier). Es gibt die katastrophale Situation der zahllosen Näher- und Näherinnen in Ländern wie Bangladesch, Kambodscha, Vietnam, die unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten, damit wir hierzulande billige Klamotten kaufen und kurze Zeit später wieder wegwerfen können. Und genau diese Menschen trifft es gerade besonders hart. Große Modeketten haben ihre Orders gecancelt haben bzw. laufende Produktionen gestoppt, obwohl Leistungen vertraglich vereinbart waren. Die Fabriken bleiben auf ihren Kosten sitzen. Können ihre Arbeiter nicht zahlen.

#payup: Große Modeunternehmen haben ihre Aufträge gecancelt.

Meine Freundin Marina Chahboune von @closedloopfashion ist als Nachhaltigkeitsmanagerin tätig und hat uns im Video-Interview gesagt, dass man schon zu einem frühen Zeitpunkt von einer humanitären Krise sprechen kann. Es hat schon wieder die Schwächsten der Lieferkette getroffen. Viele Arbeiter sind aktuell in Panik und stürmen die geschlossenen Fabriken in Bangladesch, um arbeiten zu können, um überleben zu können. Ein Sozialsystem gibt es in diesen Ländern nicht.

#payup

Alexandra Achenbach

Das ganze Ausmaß der Katastrophe in den textilproduzierenden Ländern ist noch nicht abzusehen.

Umso wichtiger ist, dass wir unsere Stimme nutzen und in diesem Jahr neben der #whomademyclothes Frage die großen Modeunternehmen direkt ansprechen und an ihre Verantwortung erinnern. Denn mit Rechtsverletzungen und Verstößen an der Menschlichkeit in solchen Ausmaßen darf niemand einfach so durchkommen.

HALTET EUCH AN EURE ABSPRACHEN. #payup

Die Kosten für den überflüssigen Überkonsum in unserer Gesellschaft dürfen nicht zu Lasten der Arbeiter*innen ausgelebt werden.
Gestern nicht.
Und heute erst recht nicht.

ÜBERNEHMT VERANTWORTUNG
@primark @zara @asos @urbanoutfitters und all anderen, die sich auf Kosten anderer durch die Krise retten wollen.

 

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